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TU Berlin

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DAPF 4.0 - Digitale Akademie Pflege 4.0

News

Das Projekt wurde am 7. Sept 2020 auf der Tagung „Mensch und Computer 2020“ präsentiert.

Der Konferenzbeitrag ist hier zu finden.

Digitale Kompetenzen für die generalistische Pflege(aus)bildung

In der Pflegeausbildung vollziehen sich aktuell v.a. drei Transformationsprozesse, die Einfluss auf das zukünftige Berufsbild von Pflegefachpersonen nehmen werden. Zum 1.1.2020, mit erstmaligen Ausbildungsstart am 01.04.2020, wurden die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeausbildungen, basierend auf dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe, zur generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst, um die Ausbildung zu standardisieren und anhand von Schlüsselqualifikationen zu re-strukturieren. Der Pflegeberuf soll somit an die neuen beruflichen Herausforderungen angepasst und alle damit einhergehenden Kompetenzen an die zukünftigen Pflegefachpersonen innerhalb der Pflegeausbildung vermittelt werden.

Der Digitalisierungsschub erfordert, Vermittlung und Erwerb digitaler Medienkompetenzen verstärkt in die Pflegeausbildung und die Pflegedidaktik zu integrieren. Mit der COVID-19-Krise gehen Druck und Chance einher, zeitnah vermehrt digitale Lehrangebote in Pflegeschulen zu schaffen. Das vom BMBF geförderte Verbundvorhaben „DAPF 4.0 – Digitale Akademie Pflege 4.0“ verfolgt das Ziel, bundesweit Lehrende, Praxisanleiter*innen sowie Pflegeschüler*innen zu befähigen, für die generalistische Pflegeausbildung digitale Lehr- und Lernszenarien zu erstellen und so individualisiertes Lernen und Medienkompetenzaufbau angesichts der zukünftigen Anforderungen zu ermöglichen. Adressiert wird hierfür insbesondere die Heterogenität von Lernenden (z.B. hinsichtlich Bildung, Alter, Geschlecht) und von Lehrenden (z.B. hinsichtlich digitaler Kompetenzen). Diese Zielgruppen werden als „Community of Practice“ in die partizipative Technikentwicklung von Online-Tools für Blended-Learning-Konzepte einbezogen. Aktuell hat in der generalistischen Pflegeausbildung die Heterogenität der Lehrenden und Lernenden zugenommen, da verschiedene Lehr-/Lerngruppen gemeinsam unterrichtet und die Bedingungen der praktischen Ausbildung stärker variieren (z.B. hinsichtlich ambulanter Pflege, stationärer Akut- und Langzeitpflege). Folglich vollziehen sich derzeit in der Pflegeausbildung Veränderungen der Lernkultur, um die Bedarfe der Pflegeschüler*innen und der Lehrkräfte angesichts der momentanen Transformationsprozesse berücksichtigen zu können. Das Verbundvorhaben entwickelt für diese Transformationsprozesse ein Coaching-Angebot „On the Job“ und stellt dieses über einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. So werden Lehrkräfte in der Pflegeausbildung dabei unterstützt, Kompetenzen für den Umgang mit sowie für den Einsatz von digitalen Technologien und Tools zu erwerben. Um die Projektergebnisse zu verstetigen und deutschlandweit zu verbreiten, wird während des Projektes die Online-Plattform “Digitale Akademie Pflege 4.0” aufgebaut.

Das Teilvorhaben an der TU Berlin führt prozessbegleitend eine partizipative Evaluation zu digitalen Kompetenzen in der Pflegedidaktik durch und stellt damit eine beratende, partizipative und sozialwissenschaftlich fundierte Begleitungforschung für die Verbundpartner*innen zur Verfügung. Auf der Grundlage von Bestands- und Bedarfsanalysen sowie empirischen Erhebungen sichert das Teilvorhaben der TU Berlin somit ab, dass die Heterogenität der Lernenden und Lehrenden in die Entwicklung digitaler Lehr- und Lernszenarien einbezogen wird.

 

Projektleitung Teilvorhaben TU Berlin: Prof. Dr. Petra Lucht, petra.lucht(at)tu-berlin.de

Fachgebiet “Gender in MINT und Planung / Feminist Studies in Science, Technology and Society”, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, Fak. I Geistes- und Bildungswissenschaften, TU Berlin

Assoziierte Projektmitarbeit, TU Berlin: Dr. Sahra Dornick

Studentische Mitarbeit: noch ausstehend

Projektdurchführung und Kontakt: Sandra Tausch, sandra.tausch(at)tu-berlin.de

 

Verbundvorhaben und Teilvorhaben:

Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB e.V.) (Koordination und Kontakt: Judith Engelke www.fczb.de) übernimmt für das Verbundvorhaben die übergreifenden, koordinierenden Aufgaben und offeriert zielgruppenspezifische Coaching-Angebote. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) (Prof. Dr. Heike Wiesner) entwickelt die offene Transfer-Plattform „Digitale Akademie Pflege 4.0“. In der Metropolregion Berlin-Potsdam sind die Pflegeschulen „Gesundheitscampus Potsdam der Gesundheitsakademie Potsdam gGmbH” (Leitung Christel Bäßler) und der “Wannseeschulen für Gesundheitsberufe e.V. - Pflegeschulen” (Leitung Anna Schlicht) als Verbundpartner*innen am Projekt DAPF 4.0 beteiligt. Das Teilvorhaben an der TU Berlin (Prof. Dr. Petra Lucht) führt eine partizipative Begleitstudie zu digitalen Kompetenzen in der Pflegedidaktik durch und stellt damit eine beratende, partizipative Begleitung für die Verbundpartner*innen zur Verfügung.

 

Finanzielle Förderung:

Das Verbundvorhaben DAPF 4.0 - Digitale Akademie Pflege 4.0: Digitale Kompetenzen für die generalistische Pflege(aus)bildung wird in der Förderlinie „Digitale Medien in der beruflichen Bildung in den Gesundheitsberufen (DigiMed)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert (05/2020-04/2023) (FKZ: 01PG20004, FKZ Teilvorhaben der TU Berlin: 01PG20004C).

 

 

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